TÜV für Ärzte - DER SPIEGEL
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GESUNDHEIT TÜV für Ärzte

• aus DER SPIEGEL 22/2002
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Die hessische Landesärztekammer führt als Erste in Deutschland eine Fortbildungsplakette nach dem Vorbild des TÜV-Zeichens ein. Ärzte, die innerhalb von drei Jahren mindestens 150 von der Landesärztekammer zertifizierte Fortbildungsstunden absolvieren, bekommen die auf drei Jahre befristete blaue Plakette. Sie ist optisch dem TÜV-Siegel am Auto nachempfunden und kann auf dem Praxisschild des Arztes angebracht werden. Auf diesem Wege soll der Druck auf lernunwillige Mediziner erhöht werden. »Der Wissensstand der Ärzte entspricht im Großen und Ganzen nicht dem medizinischen Fortschritt«, bemängelt Professor Ernst-Gerhard Loch, Vorsitzender der Fort- und Weiterbildungsakademie der Landesärztekammer Hessen. »Nur die Hälfte der Mediziner bildet sich vorbildlich fort.« Als zusätzlichen Anreiz hat die Ärztekammer bei den Haftpflichtpolicen, die Mediziner abschließen müssen, Rabatte von bis zu 25 Prozent für Ärzte mit Plakette ausgehandelt.

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