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Trends Medien TV-Vorschau

• aus DER SPIEGEL 2/2008
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Mord mit Aussicht

Montag, 20.15 Uhr, ARD

Wieder ein neuer Bewerber auf dem montäglichen Serienplatz der ARD: sechs Folgen mit einer Kommissarin (Caroline Peters), die es aus der Großstadt in die Eifel verschlägt. Zur frechen Komödie über moderne Landeierei mag sich das Spiel leider nicht entschließen, es lähmt sich selbst durch zu starke Konzentration auf eher mäßig spannende Fälle.

Duell in der Nacht

Montag, 20.15 Uhr, ZDF

Das Drehbuch (Daniel Nocke) liebt den doppelten Boden und den verletzenden Dialog, die Regie (Matti Geschonneck) die Präzision des Kammerspiels und die Kamera (Martin Langer) das Gleiten über die glitzernden Fassaden moderner Architektur. In solcher Umgebung blühen die Schauspieler auf. Iris Berben als Intrigantin, Uwe Kockisch als hilfloses Werkzeug hinterlistiger Interessen, Jürgen Vogel als grimmiger Idealist. Dazu die mafiösen Grandseigneurs Peter Lerchbaumer und Thomas Thieme. Wer allerdings klare und moralische Lösungen mag, ist in diesem Krimi falsch. Lose und kaum auserzählt flattern am Schluss die Handlungsstränge. Das Böse, so die Botschaft, ist zu stark. Man kann es nicht besiegen, nur genießen.

Bloch: Die blaue Stunde

Mittwoch, 20.15 Uhr, ARD

Die Ursachen für eine psychische Erkrankung müssen nicht immer in der verkorksten Kindheit liegen, manchmal ist der Grund ganz in der Nähe. Es hat schon raffiniertere »Blochs« mit Dieter Pfaff gegeben. Aber dieser (Buch und Regie: Thorsten Näter) stellt immerhin eine grandiose Dagmar Manzel als gestörte Schriftstellerin auf eine ihr angemessene Fernsehbühne.

Commissario Laurenti: Der Tod wirft lange Schatten

Donnerstag, 20.15 Uhr, ARD

Laurenti (Henry Hübchen) kennt seine Pappenheimer, wenn mächtige Dynastien unter Verdacht geraten: Zeugen leiden plötzlich unter Amnesie, sein Chef bremst die Ermittlungen, und eine Leiche bleibt selten allein. Diesmal gerät aber auch sein alter Kollege, der Gerichtsmediziner Galvano (Rolf Hoppe), in Gefahr. Außerdem macht sich des Commissarios eigener Spross mit heimlichen Sprühereien gegen Tiertransporte strafbar. Eindringlich und geheimnisvoll dreht sich der Fall (Buch: Lothar Kurzawa, Regie: Hannu Salonen) um Erpressung und mörderische Familientraditionen im malerischen Triest, ohne gängige Italo-Klischees auszuschlachten. Hübchen bei seinen charmant-grantigen Ermittlungen zuzusehen ist auch in der vierten Verfilmung nach den Romanen Veit Heinichen vergnüglich.

Volles Haus

Sonntag, 17.25 Uhr, ProSieben

Nicht ohne Grund startet ProSieben seine neue wöchentliche Soap auf einem vorsichtigen Sendeplatz: Die Serie über die Reibereien in einem Mietshaus war schon in den Niederlanden und Österreich ein Flop. Der Sender engagierte für seine Version Sonya Kraus als intrigantes Luder Iris, die in ihrer ersten Sitcom-Hauptrolle mit einem großzügigen Negligé-Sortiment für durchsichtige Erotik sorgt.

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