Uno-Bericht: Gleichstellung von Männern und Frauen 171 Jahre entfernt - DER SPIEGEL
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Warnung vor Rückschritten Gleichstellung der Geschlechter? Laut Uno könnte es in 171 Jahren so weit sein

Organisationen werden geschwächt, Gelder gestrichen und in den meisten Ländern sind weiter Männer an der Macht: Ein Uno-Bericht analysiert die Bemühungen für die Gleichstellung von Männern und Frauen. Oder was davon übrig geblieben ist.
In sechs von sieben Ländern stehen laut Uno Männer an der Spitze
In sechs von sieben Ländern stehen laut Uno Männer an der Spitze

In sechs von sieben Ländern stehen laut Uno Männer an der Spitze

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Die Vereinten Nationen beobachten zunehmende Rückschritte im Hinblick auf Geschlechtergleichstellung. »Die Institutionen, die über Jahrzehnte hinweg aufgebaut wurden, um die Gleichstellung der Geschlechter voranzubringen, werden systematisch geschwächt«, heißt es in einem Bericht , dem »Gender Snapshot 2026«. Dadurch kämen Fortschritte ins Stocken oder würden sogar rückgängig gemacht.

Die Finanzierung für Geschlechtergleichstellung ist dem Bericht zufolge auf den niedrigsten Stand seit 2021 gefallen. Besonders stark betroffen seien Frauenrechtsorganisationen, wo die Finanzierung von 2023 auf 2024 um 28 Prozent zurückging. Zugleich gaben angesichts der Mittelkürzungen 42 Prozent der Uno-Einrichtungen an, dass ihre Bemühungen um Geschlechtergleichstellung geschwächt worden seien.

Die politische Macht bleibe stark in Männerhand: In sechs von sieben Ländern stünden Männer an der Spitze. »Die Daten lassen keinen Raum für Zweifel: Beim derzeitigen Tempo ist die Geschlechtergleichstellung noch 171 Jahre entfernt«, heißt es in der Mitteilung zu dem Fortschrittsbericht, für den unterschiedliche internationale Datensätze ausgewertet wurden.

fwu/dpa