Unter Druck? - DER SPIEGEL
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Briefe

Unter Druck?
• aus DER SPIEGEL 30/1999
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Unter Druck?

Nr. 28/1999, Affären: Interview mit Josef Stava, dem Kronzeugen im bayerischen Blutspendeskandal

Das Verhalten von Herrn Stava ist nicht besser als das der Herren Hiedl und Vogt. Wenn er von vornherein wußte, daß die Sache nicht in Ordnung ist, weshalb läßt er sich dann unter Druck setzen und auf den Deal ein? Ist es nicht so, daß es mal wieder ums Geld ging und deshalb für viele jeder Deal willkommen ist - mit oder ohne Diktat?

GLINDE (SCHLESW.-HOLST.) ERIKA LEMMEL

Als Stamm-Blutspender bin ich Mitbetroffener und hoffe sehr, daß das Gericht die Schwere des Falles würdigt. Denn das Rote Kreuz ist eine Institution, die sich der »Hilfe am Menschen« verschrieben hat. Alle Spender, die - wie ich - zum BRK kamen, waren immer freudig bereit, ihre Spende zu leisten, ohne nach einer Vergütung zu fragen! Deshalb packt einen die Wut, wenn man hört, wie sich diese Typen bereichern konnten.

LAUF (BAYERN) HERBERT HILD

Der Verwaltungsratsvorsitzende der Firma Diag Human AG, Josef Stava, hat im SPIEGEL-Interview behauptet, der ehemalige Geschäftsführer des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), Heinrich Hiedl, hätte ,,exzellente Verbindungen« unter anderem zu mir gehabt. Das ist falsch. Ich kenne weder Herrn Hiedl noch Herrn Stava persönlich. Es hat auch zu keinem Zeitpunkt Gespräche mit diesen Herren gegeben, an denen ich teilgenommen habe. Ich war weder als CSU-Generalsekretär noch in sonstigen Funktionen an Vorgängen innerhalb des BRK beteiligt und bis zur Aufdeckung der Vorgänge darüber auch nicht informiert. Die diesbezüglichen Behauptungen Herrn Stavas entbehren jeder Grundlage.

MÜNCHEN ERWIN HUBER, MDL

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