LOVE PARADE Verbotene Liebe?
Eine Entscheidung der Berliner Polizei macht die Zukunft der Love Parade ungewiss. Erstmals hat die Behörde die als Anti-Love-Parade konzipierte »Fuck Parade« nicht als politische Demonstration genehmigt. Die Versammlungsbehörde teilte zur Begründung mit, Musik sei »kein geeignetes Mittel, seinen politischen Willen zu bekunden«.
Die Fuck Parade setzt auf härtere Techno-Töne und sollte zeitgleich zur Love Parade stattfinden. Bleibt die Polizei bei dem ausgesprochenen Verbot, wollen die Veranstalter vor das Verwaltungsgericht ziehen, um juristisch klären zu lassen, ob eine Musikparade eine politische Demonstration ist. Die Verhandlung könnte zum Präzedenzfall für die Love Parade werden. Der Raver-Umzug ist bisher als politische Demonstration offiziell anerkannt, gilt aber längst als Veranstaltung mit kommerziellem Charakter.
Eine Entscheidung zur Zukunft der Love Parade will Berlins Innensenator Eckart Werthebach (CDU) in wenigen Wochen treffen.