BUNDESWEHR Verdorbene Preise
Beim Verkauf überzähliger Militäranlagen verderben die Vereinigten Staaten dem Verteidigungsministerium womöglich die Preise. Die US-Armee will ihre Kriegsvorräte an Waffen und Munition in Europa verringern und deswegen Depots auflösen. Das Material soll laut dem US-Fachblatt »Inside the Army« in die Golf-Region und nach Südkorea verlagert werden, weil Washington Konflikte dort für wahrscheinlicher halte als in Zentraleuropa. In Deutschland sind von einer möglichen Depotauflösung vor allem Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern betroffen. Überschüssige Lager würden an Deutschland zurückgegeben und könnten dann verkauft werden. Dieses zusätzliche Angebot würde es Verteidigungsminister Rudolf Scharping noch mehr als ohnehin erschweren, Kasernen und sonstige Liegenschaften möglichst teuer zu verkaufen, die in den nächsten Jahren wegen der Verkleinerung der Bundeswehr geräumt werden.