Verstopfung
In den ägyptischen Kriegsgefangenenlagern ist der preußische Kasernenhofgeist noch nicht überall ausgestorben. 15 Tage »Geschärften« bekommen deutsche Kriegsgefangene, wenn sie ihre Vorgesetzten oder die Lagerflagge nicht vorschriftsmäßig grüßen. Seit drei Jahren arbeiten über 60000 ehemalige deutsche Soldaten im Mittleren Osten in einem für Europäer unzuträglichen Klima. Die britische Repatriierungs-Mechanerie scheint mit Wüstensand verstopft zu sein, heißt es in einem Bericht kriegsgefangener evangelischer Pfarrer.
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Familienangehörige von Kriegsgefangenen und Vermißten erhalten bisher nur eine geringe Wohlfahrtsunterstützung. Der Zonenbeirat beschloß, in Zukunft Angehörige von Gefangenen nach Bestimmungen der Unfallversicherung zu bezahlen.