VIKTORIA LUISE - DER SPIEGEL
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Briefe

VIKTORIA LUISE
• aus DER SPIEGEL 40/1956
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VIKTORIA LUISE

Wenn man in letzter Zeit die Artikel über die Skandale der deutschen Fürstengeschlechter studiert hat, so erscheint es doch wenig angebracht, die Ehrfurcht, die unsere Väter und Großväter besaßen, für uns als junge Generation neu zu wecken.

Zuerst erlebten wir das gerade nicht erhebende Schauspiel mit Kronprinzessin Cecilie..., und jetzt scheuen sich die Welfen nicht, der alten Herzogin vor aller Öffentlichkeit den Stuhl vor die Tür zu setzen.

Obwohl es mich wenig interessiert, auf welcher Burg Viktoria Luise ihren Lebensabend verbringt, meine ich doch, daß nach landläufiger Sitte etwas mehr Dankbarkeit, Liebe und Achtung den Kindern wohl ansteht.

Düsseldorf-Oberkassel H. W. RUMPEL

Vielleicht hat die Herzogin-Witwe Schulden, vielleicht sehr beträchtliche, für die Sohn Ernst August und Schwiegersohn Paul aufzukommen hätten. Da wird wahrscheinlich der Hase im Pfeffer liegen und nicht darin, daß die regierende Herzogin Ortrud »gelegentlich protokollarische

Schwierigkeiten

hatte, weil Schwiegermutter Viktoria Luise auf allzu vielen offiziellen Veranstaltungen noch eine Rolle spielen wollte«. Übrigens steht Viktoria Luise im Rang über Ortrud, da ja Viktoria Luise eine geborene

kaiserliche und königliche Prinzessin ist, was Ortrud als geborene Prinzessin von Schleswig - Holstein - Sonderburg - Glücksburg von sich nicht behaupten kann.

Stuttgart-Obertürkheim HUGO SCHILLER

Herzogin Ortrud

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