Virtuelle Mundart - DER SPIEGEL
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KOMMUNIKATION Virtuelle Mundart

• aus DER SPIEGEL 15/2002
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Keine Panik, wenn der Computer demnächst Schwäbisch schwätzt - nur ein Knopfdruck, und er wechselt zu Hessisch. Auch Sächsisch kann die dialektkundige Software, die die Bochumer Firma G Data Mitte April auf den Markt bringt. Mit dem Sprachausgabe-Programm lernt der Computer sprechen und liest geschriebene Texte laut vor - wahlweise in Hochdeutsch oder einem der drei Dialekte. »So wird die Computerstimme dem jeweiligen Geschmack angepasst«, wirbt die Firma für das Produkt. Speziell geeignet für Liebesbotschaften oder die virtuelle Verführung: Deutsch mit französischem Akzent, das die Software ebenfalls beherrscht. Weitere Mundarten sind in Planung. Probleme allerdings bereitet G Data noch der bayerische Tonfall: Das Programm arbeitet mit hochdeutsch aufgenommenen Wörtern, zerlegt diese in kleine Lautschnipsel und setzt daraus den Dialekt zusammen. Mit dem Bayerischen funktioniere diese Technik nicht, weil darin Lautverbindungen vorkommen, die das gemeine Hochdeutsche nicht kennt.

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