Viva oder MTV? - DER SPIEGEL
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FERNSEHEN Viva oder MTV?

• aus DER SPIEGEL 29/2000
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Im Kampf der Musiksender um das junge Publikum führt nach bislang geheimen Quoten des Forschungsinstituts GfK der Kölner Sender Viva. So lag er nach einer Auszählung von acht Wochen im ersten Halbjahr bei den 14- bis 29-Jährigen konstant um mindestens 0,5 Prozentpunkte vor dem Rivalen MTV. Dessen Deutschland-Chefin Christiane zu Salm, 33, freilich wartete vergangene Woche mit der AWA-Umfrage für die Werbeindustrie auf, wonach täglich 4,54 Millionen MTV gucken (Viva: 4,37 Millionen). Mit eigenen Filmen, Zeichentrickserien und Kino-Co-Produktionen will Salm weiter zulegen, trotz der Börsen-Millionen der Viva Media AG, die jetzt an den Neuen Markt will. »So etwas wie 'Lola rennt' darf nicht mehr an uns vorbeigehen«, sagt die Managerin, die sich außerdem Comicserien des Zeichners Brösel ("Werner") auf MTV vorstellen kann. Eine Last hat die Fernsehfrau weniger: Die Schwesterfirma VH-1, die seit dem Start im Jahre 1995 in Deutschland rund 80 Millionen Mark verlor, bekommt mit der Radiofirma AVE des Holtzbrinck-Konzerns einen neuen 50-Prozent-Gesellschafter. Der Plan: Die Hit-Antenne-Radios von AVE und das Pop-TV sollen sich gegenseitig bewerben. An VH-1 waren 1999 auch der Bauer-Verlag, ProSieben und EM-TV interessiert.

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