36, grüner Bundestagsabgeordneter und bekennender Homosexueller, muß mangelnde Auskunftsbereitschaft womöglich teuer bezahlen. Der Politiker weigert sich, am Mikrozensus 1997 teilzunehmen, der mit einer repräsentativen Befragung die umstrittene Volkszählung von 1987 fortschreibt und aktualisierte Daten über die Bevölkerung und den Arbeitsmarkt sammelt. Beck, der in Köln mit einem Mann zusammenlebt, kritisiert, daß die Erhebung unter »Formen des Zusammenlebens« nur zwischen Ehepaaren, Alleinstehenden und Alleinerziehenden unterscheidet. Schwule und lesbische Lebensgemeinschaften kämen dagegen nicht vor, beschwert sich der Abgeordnete in einem Brief an das Düsseldorfer Landesamt. An seiner Weigerung will der Parlamentarier trotz Mahnung und unmißverständlicher Drohung mit »möglichen Sanktionen« - einem Bußgeld bis zu 10 000 Mark - festhalten. Beck: »Solange nicht die richtigen Fragen gestellt werden, gebe ich nicht die richtigen Antworten.«
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