Von Magdeburg zur Präsidentschaftskandidatur - DER SPIEGEL
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KENIA Von Magdeburg zur Präsidentschaftskandidatur

• aus DER SPIEGEL 2/2002
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In der DDR war er ein viel versprechender Student, dann ein Kicker für den 1. FC Magdeburg. Zurück in seiner Heimat, machte er sich einen Namen als Dissident. Inzwischen gilt Raila Odinga in Nairobi als Hoffnungsträger seines Stammes - der Luo im Westen des Landes. Der Energieminister im Kabinett von Präsident Daniel arap Moi profiliert sich als chancenreicher Nachfolger des autokratischen Führers, weil Moi laut Verfassung nicht wieder kandidieren darf. Die Aussicht auf Amt und Pfründen hat Odinga, der als Oppositioneller vor 20 Jahren noch von Mois Schergen gefoltert wurde und dreimal ins Gefängnis musste, offenbar mit dem alternden Diktator versöhnt. Bereits im vergangenen Jahr ging Odingas National Development Party mit Mois Kenya African National Union eine Koalition ein. Durch das Parteienbündnis sichert sich Odinga die Stimmen der eigenen Anhänger und die Zustimmung des Moi-Lagers. Die Wahl des studierten Verfahrenstechnikers dürfte auch für bessere Beziehungen zur Bundesrepublik sorgen - Odinga spricht perfekt Deutsch und verbringt seinen Sommerurlaub meist in der Nähe von Kiel.

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