Vorschau
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Auschwitz und kein Ende Montag, 22.15 Uhr, Südwest III
Der vierte und letzte Teil der zeitgeschichtlichen Reihe beschäftigt sich mit der Diskussion über das Holocaust-Mahnmal in den neunziger Jahren, mit der Kontroverse um die Wehrmachtsausstellung und mit dem umstrittenen Buch von Daniel Goldhagen.
Eine amerikanische Liebesgeschichte Dienstag, 20.45 Uhr, Arte
Auf dem Höhepunkt der Bürgerrechtsbewegung gegen die Rassentrennung, 1967, verliebt sich der schwarze Musiker Bill Sims in das weiße Mittelstandsgirl Karen Wilson. Im spießigen Ohio-Kaff wird die Liaison heftig angefeindet, entnervt flieht das Paar mit seiner ersten Tochter nach New York. Die New Yorker Filmwissenschaftlerin Jennifer Fox hat die Familie Sims von 1992 bis 1997 immer wieder vor ihre Kamera geholt und beschreibt nun - in vier präzisen und eindringlichen TV-Dokumentationen - die alltäglichen und außergewöhnlichen Probleme dieser Mischehe.
Der Austausch Donnerstag, 21.45 Uhr, ARD
Am Donnerstag, dem 27. Februar 1975, wird der Berliner CDU-Landesvorsitzende Peter Lorenz von der Terrorgruppe »Bewegung 2. Juni« entführt und in ein »Volksgefängnis« gesperrt - die erste Politiker-Entführung in der Geschichte der Bundesrepublik. Tags darauf erhält die Nachrichtenagentur dpa ein Bekennerschreiben mit den Bedingungen für die Freilassung: Binnen 72 Stunden, so verlangen die Kidnapper, sollen sechs inhaftierte Terroristen ausgeflogen werden. Fast ein Jahr lang haben die Dokumentarfilmer Klaus Stern und Klaus Salge die Zeitzeugen von damals interviewt - die Entführer Till Meyer und Ronald Fritzsch etwa, auch Altkanzler Helmut Schmidt, der sein Einverständnis zum Austausch heute als einen Fehler betrachtet. Die Rückschau enthält auch manches Detail, das bislang kaum bekannt war: So hatten die Behörden beispielsweise einen Hellseher aus Holland herangeschafft, der den Aufenthaltsort des Opfers auspendeln sollte. Der okkulte Zeiger wies auf Tegel, doch ein umgehend ausgerücktes Polizeiaufgebot fand in der verdächtigen Kneipe »Alter Fritz« weder Lorenz noch dessen Peiniger. Der Politiker saß derweil in einem Kellerverlies in der Kreuzberger Schenkendorfstraße und ließ sich von einer Terroristin die beim Kidnapping gerissene Kleidung reparieren. Lorenz: »Sie hat mir die Hose prima hingenäht. Habe ihr sogar ein Kompliment gemacht.« Nach der Freilassung ihrer Kampfgenossen genehmigen die Entführer ihrer Geisel ein Glas Wein und setzen Lorenz samt Aktentasche auf einer Parkbank ab. Lorenz wünscht sich ein baldiges Wiedersehen auf einem »großen Gartenfest«, zu dem er jedes Jahr einladen würde.
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Vertrauen ist alles Montag, 20.15 Uhr, ZDF
Wo frohe Kräfte sinnlos walten, da ist meist ein deutsches Lustspiel-Team am Werk, zum Beispiel im Auftrag des ZDF. Eine »Romantic Comedy«, einen »Gute-Laune-Film« (Buch und Regie: Berno Kürten) hat die Anstalt angekündigt, doch herausgekommen ist nur eine langatmige Verwechslungskomödie aus der ostdeutschen Pampa: Jennifer (Alexandra Maria Lara), verwöhntes Töchterchen eines Hoteldirektors, soll endlich dem Papa nicht mehr auf der Tasche liegen und (erst mal inkognito) als Zimmermädchen arbeiten. Da lernt das vermeintliche Aschenputtel das Leben kennen und wirft sich vertrauensvoll in die Arme eines bewährten Herzensbrechers. Vertrauen ist manchmal reiner Schwachsinn.
Zwei Frauen, ein Mann und ein Baby Mittwoch, 20.15 Uhr, RTL
Die coole Erfolgsarchitektin Sandra lebt mit der herzensguten Blumenbinderin Iris zusammen - ein lesbisches Glück, das jäh verdüstert wird, als Iris die Geliebte auffordert, ein Kind auszutragen. Sandra weist das Ansinnen zunächst zurück, aber Iris lässt nicht locker und stößt bei ihrer Fahndung nach einem willigen Samenspender auf den spanischen Star-Architekten Antonio (Ralf Bauer), der in Sandras Büro arbeitet. Sandra, zur Mutterschaft schließlich bereit und künstlich befruchtet, wird tatsächlich schwanger, weiß aber nicht von wem. Die Drehbuch-Wirrnis eskaliert. Unversehens verliebt sich Sandra in Antonio - Lesbos ade! Doch der Caballero entpuppt sich in diesem TV-Film von Wolfgang Murnberger als Macho, und kurz vor der Eheschließung kehrt Sandra reuig zurück ins Weiberheim. Dort möge sie in Frieden gebären. Der steife Waterkant-Beau Bauer aber soll seinen Samen hüten und sich nie wieder als mediterraner Baumeister verkleiden.