PRESSE »WamS« dünnt aus
Das bislang eigenständige Springer- Wochenblatt »Welt am Sonntag« ("WamS") wird redaktionell zunehmend zum bloßen Anhängsel der Tageszeitung »Die Welt«. Wie »WamS«-Chefredakteur Thomas Garms seinem Team am Freitag per E-Mail mitteilte, werden nach den Ressorts Reise, Immobilien, Auto, Sport und Medien zum 1. September auch die Regionalausgaben Hamburg und Berlin von »Welt« und »WamS« zusammengelegt. Noch im Juni hatte Garms in einem Interview weitere Fusionen ausgeschlossen. Unterdessen dünnt die »WamS«, die im vorigen Jahr aus Hamburg an den »Welt«-Sitz Berlin verlagert wurde, auch ihre Politik-Abteilung aus: »Es werden Auflösungsgespräche geführt«, bestätigt Garms. Offenbar ist auch das Parlamentsbüro betroffen - zum Jahresende hat der Verlag den Mietvertrag für rund die Hälfte seiner bisherigen Bürofläche im Gebäude der Bundespressekonferenz gekündigt. Die Politikberichterstattung der »WamS« werde aber selbständig bleiben, so Garms. »Es wäre ein großer Fehler, das eigenständige journalistische Profil in den meinungsbildenden Ressorts aufzugeben.«