WEHRAUFKLÄRER
Heer und Luftwaffe der Bundeswehr haben sich noch nicht über die Anschaffung des amerikanischen Aufklärungsflugzeuges »Grumman Mohawk OV-1b« einigen können. Eine Konferenz, zu der Generalinspekteur Trettner die Führung von Heer und Luftwaffe und US-Militärexperten geraden hatte, verlief ergebnislos. Ursache der Differenzen: Die Luftwaffe glaubt, daß bemannte Aufklärer wie die Mohawk (Kosten mit Seitensicht-Radarausrüstung: knapp vier Millionen Mark pro Stück) in Kürze veraltet sind, und möchte für die Gefechtsfeldaufklärung lieber elektronisch gesteuerte, unbemannte Flugkörper haben. Sie fürchtet zudem um ihr Aufklärungsmonopol in der Bundeswehr. Das Heer hingegen ist um eigene Aufklärungsmittel bemüht und will 18 bis 24 Mohawk-Maschinen auf die drei Korps verteilen.