WEICHER FALL
Unter welch großen Geburtswehen Finanzminister Dr. Nowack aus seinem Amt zurückgetreten werden mußte, ist erstaunlich ... An die Mainzer Landtagsabgeordneten aller Parteien ist die Frage zu stellen, ob sie der Meinung sind, daß in Rheinland-Pfalz jahrelang ein Finanzminister amtierte, der immer in den Augenblicken geistig unzurechnungsfähig war - Sie sprechen vornehmerweise von einer Art Trance -, in denen er seine eigenen Interessen wahrnahm. Eine Antwort auf diese Frage darf man deshalb erwarten, weil Dr. Nowack sein Landtagsmandat beibehalten und der FDP weiterhin seine ganze Kraft widmen will.
Mannheim GÜNTHER GOMMEL
Diplom-Kaufmann
Man faßt sich an den Kopf, daß diese Herren vom Untersuchungsausschuß es überhaupt wagen können, bei einem so eindeutigen Delikt, das jeden einfachen Bürger unweigerlich ins Gefängnis gebracht hätte, eine derart lasche - um kein schärferes Wort zu gebrauchen - Stellungnahme wie zum Fall Nowack zu zeigen. Aber wenn man dann in Ihrem Artikel »Zwischen Bonn und Barras« liest, daß auch die beiden großen Parteien des Bundestags die üblen Machenschaften des Dr. Greve in Aufrechnung gegen die Affäre Berendsen unter den Tisch fallen lassen, so wundert einen nichts mehr.
Murnau (Obb.) DR. FRHR. VON MASSENBACH
Es beruhigt uns jedenfalls, daß Herr Nowack nach seinem Rausschmiß nicht stempeln gehen muß, sondern auf unsere Kosten für seine treue Pflichterfüllung mit Pension bis zu seinem seligen Ende bedacht wird. Und wir zahlen das »bei vollem Bewußtsein«.
Fürth R. PANTHÖFER