PRESSEFREIHEIT »Weltweite Krise«
Eine »weltweite Krise der Pressefreiheit« als Folge des »Krieges gegen den Terror« sieht das Komitee zum Schutz der Journalisten (CPJ). »Viele Regierungen schieben jetzt die nationale Sicherheit vor, um unangenehme Presseberichte zu unterdrücken, mitunter werden Journalisten als Terroristen denunziert«, so Ann Cooper, Geschäftsführerin des CPJ mit Sitz in New York. Auch die USA seien Zensurversuchen erlegen - etwa als das Außenministerium ein Interview von »Voice of America« mit dem Talibanführer Mullah Omar zensieren wollte. Zu befürchten sei, so Cooper, »dass sich die USA künftig mit Kritik an Pressefreiheitsverletzungen im Ausland zurückhält, weil ihnen ihre strategischen Allianzen im Terrorkrieg wichtiger sind«. Gleichzeitig stellte der Journalistenverband einen dramatischen Anstieg der Zahl ermordeter Journalisten fest: Insgesamt 37 Reporter seien 2001 ermordet worden, 13 mehr als 2000. Die meisten seien jedoch nicht während eines Einsatzes als Kriegsreporter umgekommen, sondern weil sie über sensible Themen wie Korruption oder politische Verbrechen berichtet hätten.