WENIGER
(Nr. 24/1969, Briefe)
Es ist immer mißlich, mit einem Leserbrief Leserbriefen zu widersprechen. Aber in diesem Fall sind die Tatsachen so entstellt, daß eine Richtigstellung notwendig ist. Herr Brenner hat der Preiserhöhung für den »Volkswagen« zu« Ludwig Erhards Zeiten« keineswegs zugestimmt. Im Gegenteil: Er hat in der Gewerkschaftszeitung »Metall und an vielen anderen Stellen gegen diese Maßnahme protestiert. Genausowenig stimmen die Angaben über das Jahreseinkommen Brenners. Zunächst sind es nicht 130 000 Mark, sondern 1969 erstmalig zirka 100 000 Mark brutto. Davon gehen aber nicht nur die üblichen Steuerbeträge ab, sondern von den Aufsichtsratstantiemen (etwa 50 Prozent des Bruttoeinkommens) führt Brenner weit über die Hälfte an die Stiftung Mitbestimmung und ähnliche Einrichtungen ab. In diesem Zusammenhang ist auch wissenswert, daß Brenner den von DGB-Bundesvorstandsmitglied Georg Neemann angeregten Gesetzentwurf der SPD-Fraktion begrüßt hat, der eine generelle Begrenzung der Aufsichtsratstantiemen auf 6000 Mark im Jahr vorsieht.
Frankfurt DR. WERNER THÖNNESSEN*
* Pressestelle der Industriegewerkschaft Metall für die Bundesrepublik Deutschland.