Werkzeug
Meister Stalin setzt seine erproptesten Werkzeuge an, um dem bolschewistischen Balkan-Homunkulus das ausgerissene Jugoslawien-Bein wieder einzurenken. Nach der Erschießung des flüchtigen Generalstabschefs Arso Jowanowitsch arbeiten immer mehr kominformtreue Belgrader Parteifunktionäre an Titos 20. Juli. Der jugoslawische Geheimpolizeiapparat schluckt Tausende kominformverdächtigter Kommunisten. Titos Innenminister Rankowitsch ordnete eine gründliche Säuberung der Armee an. Aus Rumänien und Ungarn werden massierte Truppenbewegungen in Richtung auf die jugoslawische Grenze gemeldet. Jugoslawen, die in Ungarn leben, wurden zu einer Anti-Tito-Legion zusammengefaßt. Die Wirtschaftssanktionen der Nachbarländer koordinieren sich. Fast alle Planzahlen des jugoslawischen Fünfjahresplanes können durch den Ausfall der Industrieprodukte aus Ungarn und der Tschechoslowakei nicht erreicht werden. Der liberale »Manchester Guardian« kombiniert, daß eine weitere Blokkade Jugoslawiens durch die Ostmächte das Land dem Westen zutreiben würde. Wodurch dann der Weg für die Beseitigung Titos und den Sturz seiner Regierung frei würde. Favorit für die endgültige Judasrolle bleibt Titos Außenminister Stanoje Simic.
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Im schwerbewachten früheren Hauptquartier der Faschisten wandte die Triester Kommune Marschall Tito auf einem außerordentlichen Kongreß den kominformgesteiften Rücken zu. Sie gründeten eine Anti-Tito-Partei. Die Namen der Kongreßleiter blieben geheim. Stattdessen wurde eine Liste von Ehrenpräsidenten veröffentlicht. Sie beginnt mit Generalissimus Stalin und endet mit dem erschossenen General Jowanowitsch. - In Prag richtete die Gruppe jugoslawischer Studenten an ihre Kommilitonen in Belgrad einen Appell, sich »gegen die imperialistische Politik Titos zu erheben.«