Werner Müller
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DER SPIEGEL 45/2001
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Werner Müller, 55, Bundeswirtschaftsminister, bekam in China jene Folgen eines Staatsbesuchs zu spüren, unter denen sonst nur normale Bürger leiden: lange Verkehrsstaus. Als er am vergangenen Donnerstag mit über 40 deutschen Unternehmern im Schlepp zum Pekinger Flughafen fuhr, sperrte die Polizei die Autobahn: Müller samt Begleitung mussten zehn Minuten warten, bevor sich der Tross wieder in Bewegung setzen konnte. Die Ursache der Unbill war der Chef des Ministers: Kanzler Gerhard Schröder fuhr nach seinem Termin mit Staats- und Parteichef Jiang Zemin in einem Extrakonvoi ebenfalls zum Flughafen, die Strecke wurde für ihn blockiert. Müller hatte aus unerfindlichen Gründen keine Polizeieskorte, die ihm den Weg hätte freimachen können.