Wie im Krieg
Nr. 41/2002, Arbeitsmarkt: Wie Volkswagen nach der neuen Arbeiter-Elite fahndet
Sie berichten, das Auswahlverfahren für die neuen Mitarbeiter der Auto 5000 GmbH sei zusammen mit Experten der Universität Hohenheim entwickelt worden. Tatsächlich wurde es von der S & F Personalpsychologie Managementberatung GmbH realisiert. Deren wissenschaftlicher Leiter ist Prof. Dr. Heinz Schuler, der an der Universität Hohenheim den Lehrstuhl für Psychologie innehat. Leider beschreibt der Artikel das Auswahlverfahren zudem in einer unangemessenen Polemik. Sicher sind die Verfahren anspruchsvoll und erfordern von den Bewerbern eine höhere Einsatzbereitschaft als üblicherweise erwartet wird. Gerade durch die Arbeitssimulationen aber sollen die Bewerber besser entscheiden können: »Will ich diesen Job überhaupt?« Und das Unternehmen kann eher voraussehen, wie leistungsfähig die Bewerber sind.
STUTTGART ANDREAS FRINTRUP
Die Quintessenz Ihres Artikels gemahnt an Kurt Tucholskys Ausspruch: »Eine der schauerlichsten Folgen der Arbeitslosigkeit ist wohl die, dass Arbeit als Gnade vergeben wird. Es ist wie im Krieg: Wer die Butter hat, wird frech.«
KÖLN FRITZ BAUMGÄRTEL