Willi Sitte, - DER SPIEGEL
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Willi Sitte,

• aus DER SPIEGEL 1/1995
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73, prominenter Künstler der versunkenen DDR, darf noch immer hoffen, daß sein Monumentalwerk »Kampf und Sieg der Arbeiterklasse« einen angemessenen Platz findet. Vor fast zwei Jahren hatten die Stadtväter von Suhl das 240-Quadratmeter-Bild an der Stadthalle demontieren lassen. Die 874 Emailleplatten lagern seither im städtischen Museum und warten auf private Interessenten. Jetzt meldete sich ein Galerist aus dem Westen. Der Ansbacher Edmund Fröhlich wollte das Wandbild im Stil des sozialistischen Realismus, auf dem neben bekleideten auch nackte Vertreter des Proletariats zu sehen sind, erwerben. Der Sitte-Verehrer sagte zu, das Kolossalwerk »nicht irgendwo an einer Bauernscheune«, sondern an einem »der Öffentlichkeit zugänglichen Platz« aufzubauen. Aus Suhl kam eine lapidare Absage. Doch Fröhlich erneuerte jetzt sein Angebot. Sitte, der bislang überhaupt noch nicht befragt wurde, wünscht sich nur noch: »Stellt es möglichst nicht im Wald auf.«

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