Wolfgang Clement - DER SPIEGEL
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Wolfgang Clement

• aus DER SPIEGEL 50/2002
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Wolfgang Clement , 62, Minister für Wirtschaft und Arbeit, hatte in diesen düsteren Tagen steigender Arbeitslosigkeit ein Glückserlebnis. Seit einigen Wochen betreibt der Berliner Rundfunksender »91,4« eine Jobbörse auch für Jugendliche nach nordrhein-westfälischem Vorbild, initiiert in der Amtszeit des damaligen Ministerpräsidenten Clement. Als dann auch noch in dem Live-Dialog zwischen Moderator und Minister die Idee reifte, dass die Jobbörse ausgeweitet werden sollte, war Clement in seiner Hartz-getränkten Euphorie kaum zu bremsen: »Mensch, Herr Lempe, das ist doch eine gute Sache, die Sie hier machen. Das ist doch ein echt tolles Programm. Und dann können Sie sich nebenbei auch noch als Jobvermittler ein paar Euro dazu verdienen. Melden Sie es doch an.« Moderator Lars Lempe war für Sekunden perplex und sagte: »O ja, Herr Minister, jetzt wo Sie es hier so sagen. Danke.« Der Superminister, unter Zeitdruck, nutzte die Gelegenheit zum schnellen Abgang: »Da, sehen Sie mal, es geht doch voran. Also Glück auf an Sie und Ihre Hörer, äh, is ja Berlin, darf man hier wohl nicht so sagen, dann also viel Glück, alles Gute.«

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