Wolfgang Schüssel
Wolfgang Schüssel, 56, österreichischer Bundeskanzler, muss mit einem Verdacht leben. Hat er oder hat er nicht - das Haar getönt? Die Frage tauchte auf, als das österreichische Nachrichtenmagazin »Profil« Schüssel-Fotos von 1999 mit Schnappschüssen von Anfang Januar 2002 verglich: Ein warmer »rötlich schillernder« Farbton überdecke des Grauschädels Zierde. Der um Aufklärung gebetene Schüssel-Coiffeur wollte ausschließlich für den Haarschnitt verantwortlich sein. Womit die Frage - getönt, gefärbt oder nicht - in der berufsspezifischen Schwebe blieb. Beim deutschen Amtsbruder ist die Sache ein für alle Mal geklärt. Gerhard Schröder ließ dieser Tage, sozusagen halbamtlich, durch die Nachrichtenagentur »Deutscher Depeschen Dienst« (ddp) verbreiten: »Bundeskanzler Schröder legt Wert auf die Feststellung, dass seine Haare weder gefärbt noch getönt sind.« Wer das Gegenteil behauptet, dem droht eine förmliche Unterlassungserklärung, die notfalls bei Gericht beantragt wird.