YEHUDI MENUHIN, - DER SPIEGEL
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Gestorben 1999 YEHUDI MENUHIN,

• aus SPIEGEL Chronik 54/1999
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82. Noch als Greis verstrahlte er den Charme eines geigenden Wunderkindes. »Nun weiß ich, dass es einen Gott im Himmel gibt«, soll Albert Einstein nach einem Konzert des damals Zehnjährigen ausgerufen haben - ein Ritterschlag, der den asketischen Musiker lebenslang adelte, auch als der Nimbus des unfehlbaren Virtuosen zu verblassen begann. Auch ohne sein Instrument, als Dirigent beispielsweise, als Lehrer, Orchester- und Festivalgründer oder als moralische Autorität, wurde er zum Symbol des toleranten, großherzigen Artisten, der Versöhnung nicht nur predigte, sondern auch praktizierte: in über 500 Auftritten bei den Alliierten des Zweiten Weltkriegs oder bei einer Tournee durch Nehrus Indien. Yehudi Menuhin starb am 12. März in Berlin, wo er nach Kriegsende als erster prominenter Jude zur Versöhnung aufgespielt hatte.

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