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• aus DER SPIEGEL 37/1956
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Für uns ist Konrad Adenauer eine ausgezeichnete Verkörperung bester fränkischer Art, ja, er ist seit langer Zeit wieder eine der großen staatsmännischen Erscheinungen der fränkischen Welt. Man muß von heute ab bis zum Freiherrn vom Stein, also 150 Jahre zurückgehen, um etwas einigermaßen Ähnliches zu finden - und von da zum Reichsvizekanzler Fürstbischof Berthold von Henneberg um die Wende des 15. und 16. Jahrhunderts, und von diesem wieder zurück zu den Kriegsgestalten des Luxemburgers Karl IV. im 14 Jahrhundert, der Salier im 11. Jahrhundert und endlich der großen Pippiniden ...« (Oberstudiendirektor im Ruhestand Dr. Peter Schneider in der Zeitschrift des Frankenbundes »Frankenland«.)

»Eins haben wir mit den Kommunisten gemeinsam: Wir haben auch das Problem, einen Personenkult loszuwerden.« (Ein führender CDU-Funktionär zu Blair Fraser, dem Chefkorrespondenten der konservativen kanadischen Zeitschrift »Maclean's«, die kürzlich einen Artikel veröffentlichte, der die Überschrift trug: »Die erschrekkende Wahrheit über Konrad Adenauer-Wir sehen in Adenauer einen Freund, aber Deutschlands großer Alter Mann ist in Wirklichkeit eine Gefahr für die prowestliche Politik, ein Autokrat, der allein regiert und der Westdeutschland in politisches Chaos oder Schlimmeres führen könnte.")

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