ZITATE
»Nun, da das Schlimmste vorüber ist, kann und muß man einmal mit aller Deutlichkeit sagen, daß die Nachricht von der Präsidentschafts-Kandidatur Adenauers im einfachen Parteivolk der Union und weit darüber hinaus wie eine Katastrophenmeldung gewirkt hat.« ("Rheinischer Merkur«, katholisches Wochenblatt in Köln.)
»Die Ärzte des Alten Mannes hatten ihm gesagt: 'Sie können entweder Präsident für sechs Jahre oder Kanzler für sechs Monate sein'.« (Das amerikanische Nachrichtenmagazin »Newsweek« zu Konrad Adenauers Amtswechsel.)
»Niemand könnte verhindern, daß am Tage der Wahl des zweiten Bundeskanzlers dreißig bis vierzig Abgeordnete des Regierungslagers, durch Krankheit oder Reisen verhindert, abwesend wären, wenn der Kandidat Adenauers nicht der Mann ihrer Wahl sein sollte.« ("Frankfurter Allgemeine« in einem Leitartikel »Der nächste Bundeskanzler«.)
»Der Kanzler (Adenauer) scheint noch
nicht die Notwendigkeit der Revision gewisser, heute überholter Pläne begriffen zu haben, aber es ist ja gerade das Ziel der (Genfer) Konferenz vom 11. Mai, nach den Grundlagen einer derartigen Revision zu suchen.« (Paul Struye, christlich-sozialer Präsident des belgischen Senats.)
»Dr. Inflexiblenauer« ("Daily Express«, konservatives Londoner Massenblatt, über Bundeskanzler Dr. Adenauer; inflexible unbiegsam, starr).
»Wallace ist noch immer zu lesen, Simenon ist mir noch nicht verzwickt genug.« (Kanzler Konrad Adenauer, der außer einem Grundgesetz-Text und mehreren Grundgesetz-Kommentaren elf Kriminalromane in seinem Urlaubsgepäck nach Cadenabbia mitgenommen hat.)