Zonen - DER SPIEGEL
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Zonen

• aus DER SPIEGEL 12/1950
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Ein Vorhang - viel eiserner als der »Eiserne« in Mitteldeutschland - geht an der eigentlichen Sowjetgrenze nieder. Der bei Tschernowitz in Partisanenhände gefallene MWD-Hauptmann Nossow bestätigte, daß die Deportierung der sowjetischen Grenzbevölkerung nach einem schon 1946 ausgearbeiteten Plan durchgeführt wird. Die Bewohner eines 50 bis 60 Kilometer breiten Streifens entlang der Sowjetgrenze sollen bis 1950 nach Mittelasien umgesiedelt werden. Das geräumte Gelände wird in zwei Zonen geteilt:

* die »Tote Zone« - etwa 10 Kilometer breit - bleibt völlig menschenleer. Das Land wird gepflügt und geeggt, bleibt aber unbestellt,

* in der verbleibenden, 40 bis 50 Kilometer breiten »zweiten Zone« werden ausgewählte Sonderumsiedler aus Zentralrußland wohnen.

Gleichzeitig mit der Umsiedlungsaktion begann der Bau einer sowjetischen Maginot-Linie. Die Arbeiten daran sind - vor allem an der Nordwestgrenze - in vollem Gange.

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