A3 ab dem Morgen wieder offen - DER SPIEGEL
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Bombenkrater bei Offenbach A3 ab dem Morgen wieder frei

Es war ein großer Krater, der mitten in der Autobahn gähnte: Am Dienstag musste eine Weltkriegsbombe auf der A3 gesprengt werden. Jetzt ist das Loch geschlossen, ab Donnerstagmorgen soll der Verkehr Richtung Würzburg wieder rollen.
A3 bei Offenbach: Der Krater ist geschlossen, ab 6 Uhr rollt der Verkehr wieder
A3 bei Offenbach: Der Krater ist geschlossen, ab 6 Uhr rollt der Verkehr wieder

A3 bei Offenbach: Der Krater ist geschlossen, ab 6 Uhr rollt der Verkehr wieder

Foto: Arne Dedert/ dpa
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Offenbach - Rechtzeitig zum Start des Pendler-Verkehrs am Donnerstagmorgen wird die A3 wieder freigegeben: Der große Krater ist geschlossen, den die Weltkriegsbombe am Dienstagabend in den Asphalt gerissen hatte. Jahrzehntelang sind Millionen Autos und Lastwagen auf über die scharfe Bombe gerollt.Am Dienstagabend wurde sie gezielt gesprengt, als die Entschärfung des komplizierten chemischen Zünders misslang. Dann klaffte am Mittwoch ein mehrere Meter tiefer Krater in der Fahrbahn südlich von Offenbach.

Am Donnerstagmorgen um 6 Uhr soll der Verkehr in Richtung Süden wieder freigegeben werden, berichtete die Polizei am Mittwochabend zum Stand der Ausbesserungsarbeiten. Die Autobahn ist eine der wichtigsten Verbindungen für den Fernverkehr zwischen Köln und Würzburg.

Einsatz mit höchster Lebensgefahr verbunden

Der britische Blindgänger war am Dienstag bei Bauarbeiten gefunden worden. Um die Fundstelle wurde eine 1000 Meter-Sicherheitszone eingerichtet. Die Autobahn 3 wurde stundenlang komplett gesperrt. Betroffen war auch der Frankfurter Flughafen, in dessen Einflugschneise die Bombe lag. Dort waren zeitweise keine Landungen möglich.

Zufrieden und erleichtert äußerte sich der Chef des hessischen Kampfmittelräumdienstes. Sein Team habe am Dienstagabend hervorragend gearbeitet - "das kleine Loch in der Fahrbahn nehmen wir in Kauf", sagte Gerhard Gossens der Nachrichtenagentur dpa. "Der Einsatz war für das Team mit höchster Lebensgefahr verbunden."

"Da hält man den Atem an und hofft, dass alles gut geht"

Zunächst sei versucht worden, den Blindgänger zu entschärfen, das gelinge in den allermeisten Fällen, sei in diesem Fall aber gescheitert. 40 bis 60 Sprengkörper aus dem Krieg würden jedes Jahr in Hessen gefunden.

Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) machte sich am Mittwoch ein Bild von den Schäden und dankte den Helfern für die schnelle und professionelle Arbeit. "Da hält man den Atem an und hofft, dass alles gut geht", schilderte er seine Gefühle, nachdem er von dem brisanten Fund informiert worden war.

Am Mittwochmorgen begutachteten Experten von Hessen Mobil die Schäden an der Fahrbahn. Der Krater sei zehn mal fünf Meter groß und rund drei Meter tief, teilte das für den Straßenbau in Hessen zuständige Unternehmen mit. Um den Krater habe sich die Fahrbahn bis zu einem halben Meter angehoben. Um das Loch zu schließen, wurde aus der Nähe vorsichtig Erde aufgenommen und auf mögliche weitere Bomben untersucht.

Betrieb am Flughafen lief am Mittwochmorgen wieder normal

Erst danach konnte der Krater aufgefüllt werden. Am Mittwochabend meldete die Polizei: Der Krater sei mit Erde gefüllt. Danach sollte Teer aufgetragen werden, der die Nacht über trocknen sollte.

Am Frankfurter Flughafen lief der Betrieb schon am Mittwochmorgen wieder störungsfrei. Während der Sprengung konnten rund eine Stunde lang keine Flugzeuge landen, berichteten Betreiber Fraport und die Deutsche Flugsicherung (DFS). Laut Fraport wurden in der Folge 24 Ausnahmegenehmigungen für Starts und Landungen nach 23.00 Uhr erteilt. Die letzte Maschine sei gegen 23.50 Uhr gestartet. Das Nachtflugverbot beginnt eigentlich um 23.00 Uhr.

mia/dpa