Aldi verkauf Fernbus-Tickets im Internet - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Bahn-Konkurrenz Aldi verkauft ab April Fernbus-Tickets im Internet

Deutlich billiger als ein Bahn-Fahrschein: Ab April will Aldi über sein Reiseportal Fernbus-Tickets anbieten. Damit schaltet sich der Discounter nach der Liberalisierung des Marktes in den Preiskampf ein - unter anderem auf Strecken wie Berlin-München und Bonn-Hamburg.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Essen/Mülheim - Busfahren ist vielleicht nicht unbedingt bequemer als Bahnfahren - aber dafür könnte es die Geldbeutel von Reisenden schonen. Nun heizt Aldi den Preiskampf bei innerdeutschen Fernverbindungen mit dem Online-Verkauf von Bustickets an. Über das Internetportal Aldi Reisen seien ab dem 4. April Fahrkarten für Fernbuslinien buchbar, bestätigten Aldi Nord und Aldi Süd.

Die Linien werden von Univers Busreisen und dessen Partner bedient, hatte das Bonner Busunternehmen Anfang der Woche mitgeteilt. Es setzt unter anderem darauf, dass die Ticketpreise für Fernbusse deutlich unter den Preisen für Bahnfahrkarten liegen werden. Medienberichten zufolge werden Strecken wie Bonn-Köln-Hamburg, Berlin-München, Berlin-Hamburg oder Bonn-Stuttgart gefahren.

Erst seit Jahresbeginn dürfen Fernbusse deutsche Städte miteinander verbinden - vorher war der Markt weitgehend beschränkt. Nach der Öffnung kommt er nun langsam in Schwung. Zahlreiche Anbieter wollen in nächster Zeit einsteigen, einige sind schon am Start. Das Unternehmen MeinFernbus.de etwa macht der Bahn auf den Strecken zwischen Berlin und Leipzig sowie zwischen Berlin und Frankfurt am Main Konkurrenz. Auch der ADAC und die Deutsche Post wollen in das Geschäft einsteigen.

jus/dpa