Alte Liebe rostet: "Love Boat" wird verschrottet - DER SPIEGEL
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"Pacific Princess": Die letzte Fahrt des "Love Boat"

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Alte Liebe rostet "Love Boat" wird verschrottet

Unrühmliches Ende einer TV-Legende: Die "Pacific Princess", schwimmender Schauplatz der US-Fernsehserie "Love Boat", tritt ihre letzte Reise an. Ziel des in die Jahre gekommenen Kreuzfahrtschiffs ist jedoch kein Museumshafen, sondern ein türkischer Schrottplatz.
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Genua - Was würde bloß TV-Kapitän Stubing sagen? Sein alter Kahn, die "Pacific Princess", hat endgültig ausgedient. Der Kreuzfahrtschiff erlangte in den siebziger und achtziger Jahren weltweit Berühmtheit als Schauplatz der US-Fernsehserie "Love Boat". Nun soll die schwimmende Kulisse verschrottet werden.

Nachdem das Schiff in den vergangenen zehn Jahren mehrfach den Besitzer wechselte, ging es zuletzt für die spanische Reederei Quail Cruises auf die Reise. Inzwischen hat ein türkischer Metallverwerter die "Pacific Princess" für 2,5 Millionen Euro gekauft, das Boot soll in seine Einzelteile zerlegt werden.

Zuvor ankerte das ehemalige Liebesboot knapp ein Jahr im Hafen von Genua und wurde dort einer Asbestentfernung unterzogen. Da der damalige Besitzer nicht für die Kosten der Entsorgung aufkam, musste das Schiff im Februar zwangsversteigert werden.

Die Fernsehserie "Love Boat" wurde von 1977 bis 1987 für den Sender ABC produziert und sorgte während dieser Zeit in den USA für einen Kreuzfahrtboom. In Deutschland lief die erfolgreiche Show zum ersten Mal Mitte der achtziger Jahre auf dem Privatsender Sat.1, zuvor hatte das Konzept der Sendung bereits dem ZDF als Vorlage für "Das Traumschiff" gedient.

Die "Pacific Princess" bot Platz für 600 Passagiere. Als "Love Boat" kreuzte es hauptsächlich zwischen den Häfen von Los Angeles und Puerto Vallarta, Mexiko. Vom Stapel lief das Schiff 1971 unter dem Namen "Sea Venture" in Emden. Das letzte Ziel ist nun die Stadt Aliaga in der Türkei.

dkr

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