Auslandsgespräche: Teure Verbindung - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Auslandsgespräche Teure Verbindung

Kaum daheim, flattert auch schon die Rechnung der Telefongesellschaft ins Haus. Manch einer kommt dabei ins Staunen, wie viel Mailbox-Abfragen, einige internationale Verbindungen und nie zustande gekommene Gespräche kosten können. Ganz besonders, wenn aus dem Ausland mit einer deutschen Prepaid-Card angerufen wurde.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Stuttgart - Die Gebühren werden zwar zeitgenau berechnet, aber für ankommende Gespräche fallen bis zu 1,99 Mark pro Minute an, für abgehende sogar noch mehr, berichtet das Telekommunikations-Magazin "connect". So kostet eine Minute von Spanien nach Deutschland 1,72 Mark. Noch teurer ist ein Gespräch aus dem Türkei-Urlaub nach Deutschland: bis zu 4,49 Mark pro Minute. Hinzu kommt, dass Prepaid-Kunden meist keine günstigeren SMS aus dem Ausland versenden können.

Aber auch das Telefonieren mit dem "normalen" Handy (also bei gewöhnlichem Vertrag) kann im Ausland leicht ins Geld gehen. Schuld sind vor allem die Roaming-Gebühren der deutschen Netzbetreiber. Für ein Auslandsgespräch zahlt man die Gebühren des ausländischen Netzbetreibers. Dazu kommen die Roaming-Gebühren in Höhe von 25 Prozent für den deutschen Netzanbieter plus Mehrwertsteuer. Wenn der Urlauber angerufen wird, muss er auch die Zusatzkosten für den Anrufer übernehmen.

Neben eigenen und ankommenden Anrufen verursacht demnach auch jede nicht zustande gekommene Verbindung Kosten. Besonders problematisch ist in diesem Zusammenhang die Mobilbox, da hier doppelte Gebühren anfallen: das erste Mal für das ankommende Gespräch, und ein zweites Mal für die Rückverbindung zur Sprachbox in Deutschland. Generell sollten Urlauber deswegen eine direkte Rufumleitung auf die Mobilbox einrichten, so dass Gespräche ohne Umweg über das Ausland an die Mobilbox geleitet werden. Erreichbar bleibt der Urlauber auf jeden Fall per SMS. Bereist der Urlauber häufig dasselbe Land, empfiehlt sich eine ausländische Prepaid-Karte. So zahlt er keinen Pfennig für ankommende Gespräche.