Bahn: Seehofer will mehr Entschädigungen für verspätete Züge - DER SPIEGEL
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Bahn Seehofer will mehr Entschädigungen für verspätete Züge

Verbraucherminister Seehofer will die Rechte verärgerter Bahnkunden stärken: Nach dem Willen des CSU-Politikers sollen Fahrgäste künftig schon bei Verspätungen von 30 Minuten entschädigt werden. Seehofers Kabinettskollegin Zypries hat allerdings andere Vorstellungen.
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Berlin - Bahnkunden sollen nach dem Willen von Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer (CSU) bei Verspätungen höhere Entschädigungen erhalten als geplant. Anders als es die von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) gestern vorgestellten Eckpunkte vorsehen, wolle Seehofer im Fernverkehr der Bahn schon für Verspätungen von 30 Minuten eine Entschädigung, berichtete der "Tagesspiegel".

Zypries will erst ab Verspätungen von 60 Minuten eine Entschädigung von 25 Prozent des Fahrpreises. Vom Vorstoß der Justizministerin sei das Verbraucherschutzministerium überrascht worden. "Das war mit uns nicht abgesprochen", zitierte das Blatt eine Sprecherin.

Laut den Plänen von Zypries bekommt ein Bahnkunde 25 Prozent des Fahrpreises zurück bei einstündiger Verspätung, 50 Prozent bei mehr als zwei Stunden. Im Nahverkehr soll es kein Geld geben. Betroffene erhalten aber das Recht, ab 20 Minuten Verspätung auch teurere Züge ohne Aufpreis zu nutzen.

Der Fahrgastrechte-Verband Pro Bahn hatte die Regeln als ungenügend kritisiert und eine Entschädigung bei einer mehr als halbstündigen Verspätung gefordert.

phw/AFP