Bahn: Zugfreie Zone - DER SPIEGEL
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Bahn Zugfreie Zone

Die Deutsche Bahn AG erwägt offenbar zahlreiche Verbindungen im Nahverkehr stillzulegen. Jeder zehnte Regionalzug sei überflüssig. Im Osten der Republik drohen besonders viele Streckenschließungen.
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Hamburg - Von den 590 Millionen Zugkilometern pro Jahr habe die Bahn lediglich 533 Millionen als "bedarfsgerecht" eingestuft, meldet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf das so genannte Grundangebot, dass die Bahn im Auftrag der Länder erarbeitet und das diesen nun vorliegt. Strecken mit weniger als 500 Fahrgästen pro Tag würden als unwirtschaftlich betrachtet. Darüber hinaus gebe es auf zahlreichen Linien ein "Überangebot" an Zügen. Da in den alten Bundesländern schon in den siebziger und achtziger Jahren viele unrentablen Strecken stillgelegt worden seien, sei nun besonders der Osten der Republik betroffen.

Die als unwirtschaftlich ermittelten Strecken und Züge wolle die Bahn als "Zusatzangebot" unter der Bedingung weiterbetreiben, dass sich die Länder stärker beteiligen. Allein der Freistaat Sachsen solle danach 135 Millionen Mark zusätzlich zur Verfügung stellen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf den sächsischen Verkehrsminister Kajo Schommer. Der CDU-Politiker sagte weiter: Das sei der "Todesstoß für viele Regionalstrecken".

Bahnchef Hartmut Mehdorn hatte bereits Anfang des Jahres erklärt, viele Bahn-Verbindungen könnten durch Busse ersetzt werden.