Bahn-Zuschläge: Landtag lehnt "Wegelagerei" geschlossen ab - DER SPIEGEL
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Bahn-Zuschläge Landtag lehnt "Wegelagerei" geschlossen ab

Die niedersächsischen Landtagsabgeordneten haben die Deutsche Bahn einhellig aufgefordert, auf Expo-Zuschläge für ICE-Fahrten von und nach Hannover zu verzichten. Andernfalls müsse das Bundeskartellamt einschreiten.
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Hannover - Jede Preiserhöhung wirke sich negativ auf die Besucherzahlen der Weltausstellung aus, sagte Wirtschaftsminister Peter Fischer (SPD) am Freitag. Daher sollten die Wettbewerbshüter klären, ob die Bahn AG ihre marktbeherrschende Stellung missbrauche und eine Region schlechter als andere behandeln dürfe.

Die CDU-Abgeordnete Rita Pawelski sprach von "einer Strafe für die hannoverschen Bürger" und bezeichnete die Zuschläge von zwölf bis 24 Mark als "Abzockerei und Wegelagerei". Es sei erstaunlich, welche Begehrlichkeiten eine Weltausstellung wecke. Auch der Grünen-Abgeordnete Enno Hagenah bezeichnete den Expo-Zuschlag als "Erpressung und Wegelagerei wie im Mittelalter" und einen "Rückgriff auf Zeiten der DDR-Transit-Gebühren".

Hagenah machte allerdings die niedersächsische Landesregierung für das Verhalten der Bahn mitverantwortlich. Die Politik habe die Expo GmbH von den Mehrkosten des Weltausstellungsverkehrs freigestellt, ohne selbst für diese Kosten einzutreten.

Deswegen habe auch Wirtschaftsminister Fischer zunächst stillschweigend toleriert, dass sich die Bahn das fehlende Geld bei den übrigen Kunden holen wolle. Auch das "Hannover-Loch" im Wochenendticket für Nahverkehrszüge, das während der Expo im größten Teil Niedersachsens nicht gilt, habe der Minister zunächst mitgetragen.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn AG bekräftigte in Hannover, dass es bei den geplanten Zuschlägen bleiben werde.

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