Bahncard 50: Zurück an den Start - DER SPIEGEL
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Bahncard 50 Zurück an den Start

Die Deutsche Bahn kehrt nach noch nicht einmal neun Monaten kleinlaut zurück zu ihrem größten Erfolgsmodell: Die Bahncard mit 50 Prozent Ermäßigung ist ab Freitag wieder am Schalter zu haben. Und mit ihrer Wiedereinführung wird das gesamte Tarifsystem erneut radikal umgestellt.
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Berlin - Vom 1. August an müssen sich die Kunden der Deutschen Bahn erneut an neue Preise gewöhnen. Die im Dezember 2002 abgeschaffte und nun wieder eingeführte Bahncard mit einer Ermäßigung von 50 Prozent ist mit 200 Euro für die zweite Klasse zwar deutlich teurer als früher, dafür können aber auch Mitfahrer zum halben Preis mitgenommen werden. Das System der Sparpreise für Frühbucher wird vereinfacht.

Das Ende letzten Jahres mit großem Aufwand eingeführte neue Preissystem sei "zu komplex" gewesen, hatte die Bahn Anfang Juli eingeräumt. Künftig sind Sparpreise und Bahncard-Rabatte nicht mehr miteinander kombinierbar. Nur noch bis zum 30. September 2004 soll die weiterhin gültige "Bahncard 25" mit den künftigen Sparpreisen für Frühbucher verknüpft werden können. Hierfür gibt es fortan nur noch zwei Stufen mit 25 oder 50 Prozent Ersparnis. Tickets müssen dafür einheitlich spätestens drei Tage vor der Fahrt gekauft werden. Bisher gab es - je nach Buchungstag vor der Abfahrt - 10, 25 oder 40 Prozent Ermäßigung. Umwelt- und Fahrgastverbände begrüßten die Änderungen. Auch die Stiftung Warentest stellte der Bahn nach der heftigen Kritik für die Preisreform im vergangenen Jahr diesmal ein besseres Zeugnis aus.

Mit den Neuerungen will der bundeseigene Verkehrskonzern Einbußen im Fernverkehr bis zum Jahresende wieder aufholen. Bis Mai lag der Umsatz dieser Sparte mit 1,02 Milliarden Euro rund 262 Millionen Euro unter Plan. Laut Statistischem Bundesamt sank die Zahl der Fahrgäste im Fernverkehr im ersten Quartal um 10,6 Prozent auf nur noch 27 Millionen. Der Bahn machte dabei auch die schwache Konjunktur und die neue Konkurrenz der innerdeutschen Billigflieger zu schaffen. Der bundeseigene Verkehrskonzern wollte ursprünglich das Preissystem erst nach einem Jahr auf den Prüfstand stellen. Aber die Kritik von Verbänden, Verbraucherschützern und aus der Politik nach der Einführung riss nicht ab.

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