Bahnreisen Wir können auch anders
Hamburg - Bahn-Chef Hartmut Mehdorn sagte der "Bild"-Zeitung: "Wir wollen durch stärkere Präsenz für noch mehr Ordnung und Sicherheit sorgen und werden unser Hausrecht dazu voll geltend machen - bis hin zu Strafanzeigen." Im Visier des Konzerns stünden unter anderem Randalierer, aggressive Bettler, aber auch zudringliche Dealer und Junkies.
Nach den Informationen der Zeitung will die Bahn das bisher in Frankfurt und Hamburg getestete Projekt "Sicherer Bahnhof" bis Jahresende zunächst auf die Bahnhöfe Berlin-Zoo, Hannover, Dresden- Hauptbahnhof und -Neustadt ausweiten und dafür ein Investitionsvolumen von zusätzlich zwei Millionen Mark bereitstellen.
Das Konzept sieht unter anderem vor, bundesweit an Brennpunkten 24-Stunden-Sonderstreifen der Bahn-Tochter BSG patrouillieren zu lassen, die in Dreier-Teams unterwegs und mit rotem Barett, dunkelblauer Uniform sowie einem "Mehrzweck-Rettungsstock" zur Abschreckung ausgestattet sind. Der Konzern wolle außerdem mehr Überwachungskameras und Notrufsäulen installieren und den Informations-Austausch mit Polizei, Bundesgrenzschutz, Kommunen und Bahnhofsmissionen verstärken.