Bahnstreik: Pause ab Montag - DER SPIEGEL
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Bahngewerkschaft GDL-Chef will ab Montag Streikpause einlegen

"Mindestens eine Woche" Streikpause hat GDL-Chef Claus Weselsky angekündigt. Er bedaure, dass Reisende derzeit vom Arbeitskampf betroffen sind.
Leere Gleise, volle Bahnsteige: Ab Montag könnte Deutschland für eine Woche von Streiks verschont sein
Leere Gleise, volle Bahnsteige: Ab Montag könnte Deutschland für eine Woche von Streiks verschont sein

Leere Gleise, volle Bahnsteige: Ab Montag könnte Deutschland für eine Woche von Streiks verschont sein

Foto: Julian Stratenschulte/ dpa
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Berlin - GDL-Chef Claus Weselsky hat eine Pause im Arbeitskampf in Aussicht gestellt. Im Interview mit dem ZDF "heute-journal" sagte Weselsky, er wolle dem Ergebnis am Montag nicht vorgreifen. Er denke aber, dass es ab Montag mindestens "eine Woche Pause" geben werde.

Er bedauere sehr, dass die Reisenden diesem Streik ausgesetzt seien, erklärte Weselsky. Aber die Bahn habe die Gewerkschaft zum Arbeitskampf "provoziert und gezwungen". Die Bahn halte weiter daran fest, Verhandlungen unter Vorbedingungen zu führen, die für die GDL unannehmbar seien.

Die vom DB-Konzern vorgelegten Angebote sähen "auf den ersten Blick gut" aus, fügte Weselsky hinzu. Doch die "entscheidende Komponente" werde "verschleiert". Hintergrund des Streiks ist die Forderung der GDL, künftig die Tarifverhandlungen nicht nur für die Lokführer zu führen, sondern auch für andere Berufsgruppen wie Zugbegleiter und Bordgastronomen. Für diese ist bisher die konkurrierende Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) zuständig.

Streik beeinflusst Reisen bundesweit

Der Streik, der noch bis Montagmorgen andauern soll, führte am Samstag bundesweit zu Verspätungen und Zugausfällen. Um den Arbeitskampf quasi noch in letzter Minute abzuwenden, hatte die Bahn am Freitag ein neues Angebot vorgelegt. Dieses sieht eine dreistufige Gehaltserhöhung um fünf Prozent bis Juli 2016 sowie eine Einmalzahlung von rund 325 Euro vor. Zudem bot der Konzern an, zum Abbau von Mehrarbeit 200 zusätzliche Lokführer einzustellen.

Die GDL wies den Vorstoß zurück und warf dem Konzern "faule Tricks" vor. Die Gewerkschaft fordert unter anderem fünf Prozent mehr Lohn und eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit. Die Bundesregierung plant ein Gesetz zur Tarifeinheit, um ein Gerangel mehrerer Gewerkschaften in einem Betrieb zu begrenzen. Bei Gewerkschaften, aber auch in der Koalition stoßen die Pläne auf Vorbehalte.

isa/AFP