Deutsche Bahn: Züge fahren nach Unwetter teils verspätet - DER SPIEGEL
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Gestörter Bahnverkehr Züge fahren nach Unwetter teils verspätet

Bahnkunden müssen weiter mit Störungen im Fahrplan rechnen. Die meisten nach dem Unwetter gesperrten Strecken sind zwar wieder frei. Doch auf einer wichtigen Ost-West-Route sowie im Ruhrgebiet kommt es noch zu Verspätungen.
Hauptbahnhof in Hannover (Archiv): Verspätet am Ziel
Hauptbahnhof in Hannover (Archiv): Verspätet am Ziel

Hauptbahnhof in Hannover (Archiv): Verspätet am Ziel

Foto: Julian Stratenschulte/ picture alliance / dpa
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Erst die Hitze, dann das Gewitter - und schließlich die Zugausfälle: Das Unwettertief "Siegfried" hat den Bahnverkehr vor allem im Norden und Osten Deutschlands stark beeinträchtigt. Beschädigte Oberleitungen durch umgestürzte Bäume und Blitzeinschläge führten zu Zugausfällen und Verspätungen im Fern- und Regionalverkehr, wie die Deutsche Bahn mitteilt.

Der Abschnitt Hannover-Wolfsburg ist bis zum frühen Nachmittag noch gesperrt, wie die Deutsche Bahn mitteilt. Deshalb gibt es auf der ICE-Linie Berlin-Wolfsburg-Hannover-Ruhrgebiet-Köln Verspätungen. Die Fernzüge zwischen Hannover und Hamburg werden über Rotenburg/Wümme umgeleitet. Das verlängert die Reisezeit nach Bahn-Angaben um 20 Minuten.

Die am frühen Morgen noch gesperrten Bahnstrecken Rostock-Stralsund, Neumünster-Flensburg und Salzwedel-Stendal sind nach Bahnangaben wieder frei.

Die Strecke Hannover-Celle war am Mittag ebenfalls unpassierbar. Auf der Strecke Hannover-Braunschweig stand nur ein Gleis zur Verfügung. Wegen des Blitzeinschlags in ein Kabel, das die Signale auf der Strecke Essen-Duisburg mit Strom versorgt, kam es dort weiterhin zu Einschränkungen im S-Bahn-, Regional- und Fernverkehr.

Die ICE-Verbindungen von Berlin über Kassel und Frankfurt nach Stuttgart/Basel wurden umgeleitet und verspäteten sich dadurch um rund 60 Minuten.

Einsatzkräfte der Deutschen Bahn waren die ganze Nacht unterwegs, um die Unwetterschäden an den Strecken zu beseitigen. Zusätzliche DB-Mitarbeiter waren in den Bahnhöfen im Einsatz, um die Fahrgäste zu betreuen. In Hamburg-Altona sowie in den Hauptbahnhöfen Berlin, Hannover und Magdeburg hatte die Bahn für gestrandete Fahrgäste Hotelzüge zum Übernachten bereitgestellt.

Nach ungewöhnlich hohen Temperaturen in Deutschland hatte es am Wochenende vielerorts heftige Stürme und Hagelschauer gegeben. Bereits am Sonntag war es deswegen zu erheblichen Störungen im Bahnverkehr gekommen. Wegen nicht funktionierender Klimaanlagen in ICEs und ICs waren am Wochenende mindestens 19 Züge ausgefallen.

jus/AFP