Bostoner Flughafen: Studentin löst mit Kunst-Shirt Bombenalarm aus - DER SPIEGEL
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Bostoner Flughafen Studentin löst mit Kunst-Shirt Bombenalarm aus

Knetgummi, eine Platine, blinkende Lämpchen und eine Neun-Volt-Batterie – fertig war das Kunstwerk, mit dem eine Studentin der Elite-Uni MIT den Flughafen von Boston betrat. Die Sicherheitskräfte werteten die Bastelei als Bombe und stellten die 19-Jährige mit Maschinenpistolen.
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Washington – Neun Lämpchen blinkten auf der verkabelten, kleinen Platine auf ihrem Sweat-Shirt, in der Hand hielt sie Kinder-Knetgummi: So ausgerüstet betrat die 19-jährige Star Simpson am Freitagmorgen den Internationalen Logan Airport in Boston. Und sorgte prompt für Irritation bei einem Angestellten am Informationsschalter, den sie nach Ankunftszeiten befragte. Kurze Zeit später stellte die Polizei das naive Mädchen außerhalb des Terminals C mit angelegten Maschinenpistolen - sie befürchteten einen Bombenanschlag.

"Sie sagte, es wäre ein Kunstwerk", sagte der Sprecher der Polizei am Flughafen, Scott Pare, der Nachrichtenagentur AP, "und sie wolle am Career Day auffallen." Die Studentin der Elektrotechnik und Computer-Wissenschaften aus Hawaii ist im zweiten Jahr an der Elite-Uni MIT in Boston eingeschrieben, an dem am Tag zuvor eine Berufsmesse stattfand. "Sie sei stolz auf die Kunst und wolle es zur Schau stellen." Pare zeigte sich schockiert, dass jemand so etwas auf einem Flughafen spazieren trage.

Besondere Brisanz erhält der Dumme-Mädchen-Streich auf dem Bostoner Flughafen, da hier am 11. September 2001 zwei der vier entführten Flugzeuge gestartet waren. Außerdem wurde im Januar dieses Jahres Alarm in der Stadt ausgelöst, als Dutzende Batterie betriebene Geräte an verschiedenen Plätzen gefunden wurden. Bombenräumkommandos schwärmten aus und der öffentliche Nahverkehr wurde zum Teil lahm gelegt, bevor sich herausstellte, dass die Figuren mit Stinkefinger ein Werbegag sein sollten.

Die Studentin könne von Glück sagen, dass sie bei ihrer Festnahme allen Anweisungen genau gefolgt sei, sagte Pare. Sonst wäre sie erschossen worden. Simpson wurde zunächst wegen Besitzes einer Bombenattrappe festgenommen, später aber gegen eine Kaution von 750 Dollar freigelassen. Die junge Frau sei eine gute Studentin ohne Vorstrafen, sagte ihr Anwalt bei der Anhörung. Simpson sei zum Flughafen gegangen, um ihren Freund abzuholen. Auf ihrer Website schreibt die 19-Jährige laut der Zeitung "Boston Globe": "Ich bin eine Erfinderin, Künstlerin, Ingenieurin und Studentin. Ich liebe es, Dinge zu bauen, und ich liebe verrückte Ideen."

abl