Air Berlin gibt die meisten Südeuropaflüge auf - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Bye, bye Sonnenziele Air Berlin gibt die meisten Südeuropaflüge auf

Der Verkauf von Niki bedeutet für Air Berlin den Rückzug aus dem Geschäft mit touristischen Flugzielen. Südeuropa wird - mit Ausnahme Italiens - ab Sommer nicht mehr bedient. Für Passagiere ändert das nichts.
Air Berlin: Fliegt dahin, wo es kalt ist
Air Berlin: Fliegt dahin, wo es kalt ist

Air Berlin: Fliegt dahin, wo es kalt ist

Foto: Ralf Hirschberger/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Air Berlin wird mit Beginn des Sommerflugplans Mitte März 2017 Ziele in Südeuropa nicht mehr anfliegen. Dazu zählen populäre Destinationen wie Mallorca, die Kanaren, Madeira, die Azoren, aber auch die Ziele in Nordafrika und der Türkei. Ausgenommen ist Italien.

Übernommen werden die Flüge durch Niki. Die österreichische Airline war bisher Teil der airberlin Group und ist nun an Etihad verkauft worden. Damit verbunden ist eine Veränderung der Aufgabenverteilung innerhalb der sogenannten Etihad Airways Partners, zu denen auch Air Berlin gehört. Teil des Deals ist, dass Air Berlin die touristischen Ziele in Südeuropa fast komplett Niki und dem Verbund mit Tuifly überlässt, in den Etihad die Niki-Anteile einbringen will.

Das reduziert das Angebot von Air Berlin auf die deutschen, osteuropäischen und nördlichen Ziele. Mittelfristig, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens, wolle man auch die transatlantischen Verbindungen ausbauen. Für Flugpassagiere auf dem Weg in den Sommerurlaub wird das vor allem bedeuten, dass ihr Ferienflieger eine andere Lackierung tragen wird.

Der Verkauf der Niki-Anteile für 300 Millionen Euro soll die seit Längerem wankende Air Berlin finanziell stabilisieren. Es ist eine Verschiebung innerhalb eines Konzernverbundes, Etihad ist auch Miteigner von Air Berlin. Die Neuaufteilung der Flugziele innerhalb der Etihad Airways Partners soll der "Klarheit" dienen, heißt es - Passagiere muss so etwas nicht interessieren.

Auch die Buchungungswege und -möglichkeiten für die Südeuropaziele werden sich aus Kundensicht voraussichtlich nicht ändern: Auch bisher waren schon Flugbuchungen der Etihad Airways Partners über die Webseite von Air Berlin möglich.

pat