China verschärft Visa-Regelungen - DER SPIEGEL
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Ab September China verschärft Visa-Regelungen

Wer nach China reisen will, der muss sich auf eine kompliziertere Visa-Beantragung gefasst machen. Urlauber und Geschäftsreisende sollten das Dokument rechtzeitig bei einer chinesischen Auslandsvertretung besorgen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - Für China gelten seit dem 1. September neue Visa-Kategorien. Für Reisende wird es etwas komplizierter. Künftig gibt es statt acht zwölf Kategorien, teilt das Chinese Visa Application Center  mit. Wer als Tourist nach China reist, muss künftig ein Visum der Kategorie L beantragen.

Austausch, Besuche, Studienreisen fallen in Kategorie F, Gewerbe und Handel in Kategorie M, Studenten je nach Länge des Aufenthalts in die Kategorie X1 oder X2. Personen, die in China arbeiten wollen, müssen ein Visum der Kategorie Z beantragen, wer seine Familie besuchen möchte, Kategorie Q1 und Q2, wer Verwandte besucht, die China arbeiten, Kategorie S1 und S2. Wer nur einen Transitaufenthalt plant, braucht ein G-Visum.

Der Geschäftsreiseverband VDR  in Frankfurt hatte bereits vor einigen Tagen gewarnt, dass Reisenden bei Falschangaben im Visumsantrag im schlimmsten Fall eine Gefängnisstrafe droht. Auch sollten sich Deutsche, die von Europa aus über Hongkong nach Festland-China einreisen wollen, ein Visum vorab statt wie bisher vor Ort besorgen. Die bisher üblicherweise genehmigten Expressvisa würden derzeit nach Medienberichten Staatsangehörigen der EU-Länder verweigert. Chinesische Behörden würden keine Auskünfte zur Visa-Beschaffung geben.

abl/dpa