Concorde Mit großem Aufwand flugfähig
London - Die Concordes, die auch von der französischen Gesellschaft Air France geflogen werden, verloren im September ihre Zulassung, nachdem eine französische Maschine im Juli nach dem Start in Paris abgestützt war. Dabei kamen 113 Menschen ums Leben, darunter 97 Deutsche.
In London tagte am Freitag eine britisch-französische Arbeitsgruppe von Flugsicherheitsexperten der Regierungen und Technikern beider Firmen, die über die Bedingungen berät, unter denen die Concorde ihre Zulassung wiederbekommen könnte. Man werde vorschlagen, die Tanks der Concorde mit dem widerstandsfähigen Kunststoff Kevlar zu beschichten, sagte der BA-Chefpilot für die Concorde, Mike Bannister. Damit solle verhindert werden, dass Fremdkörper von außen in die Tanks eindringen können.
Außerdem solle auch die Verkabelung im Bereich des Fahrwerks erneuert werden, um auszuschließen, dass Funken entstehen. "Diese Vorschläge bedeuten, dass wir mit absoluter Sicherheit garantieren können, dass sich ein Feuer wie das von Paris niemals wieder ereignen kann", sagte Bannister. British Airways habe drei Concordes mit großem Aufwand flugfähig gehalten, so dass diese nach entsprechenden Modifikationen noch vor Ostern eingesetzt werden könnten.
British Airways biete sich an, auch die Wartung für die Concordes der Air France zu übernehmen. Außerdem arbeite das Unternehmen an einem Plan, um die Lebensdauer der 25 Jahre alten Maschinen um weitere 15 Jahre zu erhöhen. In London galt es am Freitag als ungewiss, wann die Arbeitsgruppe, die bereits mehrfach getagt hat, zu einer abschließenden Empfehlung kommen würde.