Costa Rica Regierung sagt Karneval wegen Dengue-Fieber ab
San José - Karibische Rhythmen, Hunderte Tänzer und Hundertausende Besucher prägen alljährlich das Straßenbild beim Karneval von Limón an der Ostküste von Costa Rica. Er findet immer an dem Wochenende statt, das dem 12. Oktober am nächsten liegt - dem Jahrestag der Landung von Christoph Columbus. Wegen einer steigenden Zahl von Dengue-Erkrankungen hat die Regierung das traditionelle Fest nun abgesagt.
Das Dengue-Fieber ist wegen seiner unspezifischen Symptome oft nicht von einer schweren Grippe zu unterscheiden, kann aber zu inneren Blutungen und damit schlimmstenfalls zum Tode führen. 2007 seien bereits rund 5000 Dengue-Fälle aus der Provinz gemeldet worden, davon 160 mit tödlichem Verlauf, teilt das Gesundheitsministerium in der Hauptstadt San José mit.
Da das Fest Tausende von Touristen anziehe, bestehe die Gefahr, dass sich noch mehr Menschen anstecken. "Es gibt Probleme mit der Müllbeseitigung in dem Gebiet", sagte Gesundheitsministerin Maria Luisa Avila. Dengue-Fieber ist eine von Mücken übertragene Viruskrankheit, die vor allem in den Tropen vorkommt. Unzureichende sanitäre Verhältnissen begünstigen die Ausbreitung der Mücken.
jbr/dpa