Datendiebe am Hotelcomputer Surfen mit Schutz
Internetcafé in Bangkok: Urlauber sollten sparsam mit sensiblen Daten umgehen
Foto: ? Chaiwat Subprasom / Reuters/ REUTERSBonn - Für Urlauber lauern im Internetcafé oder am PC in der Hotellobby oft ungeahnte Gefahren: Sie wissen nicht, ob Firewall und Virenschutz aktuell sind, ob vielleicht Spionageprogramme laufen und welche sensiblen Informationen nachfolgende Nutzer mit etwas technischem Geschick abgreifen können. Deshalb sollten Surfer möglichst keine vertraulichen Daten in öffentlich zugängliche Rechner eingeben. Darauf weist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn hin. Sowohl auf das Online-Banking als auch auf Online-Shopping sollte an solchen PCs verzichtet werden.
USB-Sticks, externe Festplatten und andere Speichergeräte schließen Urlauber besser nur an fremde Rechner an, wenn sie sicher sein können, dass dort eine aktuelle Virenschutzsoftware installiert ist. Wer an fremden Geräten wichtige Dateien bearbeitet, speichert die Dokumente am besten regelmäßig auf ein externes Medium ab, rät das BSI. Denn Computer, die von vielen Nutzern verwendet werden, sind anfälliger für Abstürze, und das Risiko eines Datenverlusts steigt. Dokumente mit sensiblen oder vertraulichen Informationen sollten gar nicht an öffentlich zugänglichen Rechnern bearbeitet werden.
Das BSI empfiehlt den Urlaubern, die auf Bankgeschäfte und das Einkaufen auch an fremden Rechnern nicht verzichten wollen, einige Vorsichtsmaßnahmen zu beherzigen. Vor dem Surfen lohnt es, sich beim Betreiber des Internetrechners rückzuversichern, ob Virenschutz und Firewall aktuell sind. Internetadressen sollten stets manuell eingegeben werden. Links in E-Mails, die angeblich zu Online-Banking- oder anderen Geschäftsseiten führen, darf niemals gefolgt werden. Nach der Sitzung sollte der Nutzer das Verlaufsverzeichnis löschen.
Öffentlich surfen im W-Lan-Hotspot
Surfer achten beim Online-Banking und -Shopping am besten auch darauf, dass ihre Daten verschlüsselt übertragen werden. Kontobewegungen und Einkäufe sollten zudem durch Speichern auf ein externes Medium oder durch einen Ausdruck dokumentiert werden. Außerdem sollten sich Urlauber laut BSI schützen, indem sie regelmäßig ihre Kontobewegungen überprüfen und ein Tageslimit für Geldgeschäfte bei der Bank festlegen.
Auch W-Lan-Hotspots bieten eine Angriffsfläche für Datendiebe. Das gilt vor allem für unverschlüsselte Netze. Wer auf Reisen in einem ungesicherten Hotspot surft, sollte wissen, dass Hacker übertragene Daten ohne großen Aufwand einsehen können. Vor allem im öffentlichen Raum sollten Surfer deshalb das W-Lan an ihrem Rechner nur aktivieren, wenn sie es auch wirklich brauchen, rät das BSI. Zur Sicherheit sollten Virenschutz, Firewall und Betriebssystem stets aktuell sein - und nach dem Urlaub sofort auf den neuesten Stand gebracht werden.
Wer in öffentlichen Hotspots surft, sollte sich nur als Nutzer mit eingeschränkten Zugriffsrechten , nie aber als Administrator, warnt das Institut. Die Datei- und Verzeichnisfreigaben für Netzwerke werden besser deaktiviert sowie sensible Informationen auf W-Lan-fähigen Geräten wie Notebooks, PDAs oder Smartphones idealerweise verschlüsselt. Damit sinkt das Risiko eines Missbrauchs durch Dritte nach einem Verlust oder Diebstahl des Geräts. Wichtige Daten sollten zudem regelmäßig gesichert werden.