DC-3 Ikone des Luftverkehrs
Berlin - In Deutschland sind sie besonders Berlinern vertraut, die die Blockade durch die Sowjets Ende der vierziger Jahre miterlebt haben: Sie wurden auch als "Rosinenbomber" in der Luftbrücke eingesetzt, um den isolierten Westteil der Stadt mit Lebensmitteln und Rohstoffen zu versorgen.
Zuvor hatten die Maschinen aber schon zivile und militärische Berühmtheit erlangt. Nach dem Erstflug am 17. Dezember 1935 wurden zunächst zwei zivile Versionen des 19,63 Meter langen Flugzeugs mit 29 Meter Spannweite für American Airlines gebaut. Eine war für Übernachtflüge ausgelegt und bot in Spezialsitzen 14 Passagieren Platz, der "Daytime"-Airliner hatte dagegen 21 Plätze. Typische Motoren waren Wright Cyclone R-1820 mit neun Zylindern, die jeweils 1099 Kilowatt beim Start leisten konnten. Die Reisegeschwindigkeit lag bei 274 Kilometer pro Stunde, die Reichweite bei 1650 Kilometern. Das maximale Brutto-Startgewicht betrug 12,7 Tonnen.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das von den Briten mit der Typenbezeichnung "Dakota" versehene Flugzeug zum Massenprodukt. Es tat Dienste als Truppentransporter und wurde sogar von den Russen unter Lizenz als Lisunou Li-2 hergestellt. Der westlichen Variante wird eine entscheidende Rolle bei der Landung der Alliierten in der Normandie 1944 zugesprochen.
Später rückte die zivile Nutzung wieder in den Vordergrund. In den vierziger Jahren wurde die Produktion eingestellt. Mit dem Fortschritt in der Luftverkehrstechnik reduzierte sich der Einsatz mehr und mehr auf Kurz- und dann auf Frachtstrecken, und als die Düsenflugzeuge aufkamen, ereilte die DC-3 dasselbe Schicksal wie zuvor die Ju 52: Sie kamen zu immer kleineren Gesellschaften und in Entwicklungsländer, wo sie nicht so strengen Sicherheits- und Umweltanforderungen genügen mussten. Schließlich blieben nur noch einige Museumsstücke, aber in der Dritten Welt stellen sie manchmal immer noch die einzige Verbindung abgelegener Gebiete zur Außenwelt dar.