Deutsche Bahn: Erneute Preiserhöhung soll Ost und West angleichen - DER SPIEGEL
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Deutsche Bahn Erneute Preiserhöhung soll Ost und West angleichen

Mit satten Erhöhungen in den alten und neuen Bundesländern will die Deutsche Bahn ab dem 1. Februar die Preise im Nahverkehr auf ein Niveau bringen - und fängt sich damit scharfe Kritik ein: Die Erhöhungen seien "nicht hinnehmbar", erklärte ein Sprecher des Fahrgastverbandes Pro Bahn.
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Frankfurt/Main - Wie Bahnsprecher Hartmut Sommer am Freitag in Frankfurt mitteilte, kosten Einzelfahrscheine und Zeitkarten nach der Preiserhöhung in ganz Deutschland gleich viel. In den neuen Ländern würden die Preise um 3,9 Prozent steigen, in den alten Ländern um 2,9 Prozent. Die Preise im Fernverkehr der Bahn blieben dagegen stabil.

Sommer begründete die Preiserhöhungen im Nahverkehr mit einem "bestimmten Preisauftrieb". Bei den Erhöhungen habe sich die Deutsche Bahn an die Verkehrsverbünde angelehnt, die vor allem im Westen den Nahverkehr dominieren. Sie beschließen ihre Preise selbst.

Nach Ansicht des Fahrgastverbandes Pro Bahn ist die Preiserhöhung jedoch deutlich zu hoch ausgefallen: "Die Größenordnung ist nicht hinnehmbar", sagte Sprecher Holger Jansen in Duisburg. Maßstab für Preiserhöhungen müsse die Inflationsrate sein, die Bahn erhöhe daher um mindestens ein Prozent zu viel.

Nur bei Schülern bleibt im Osten ein Preisvorteil gegenüber dem Westen bestehen: Schülerfahrkarten für den Nahverkehr seien im Osten um 17 Prozent billiger als im Westen, sagte Sommer. Neue Preise gelten auch für Fahrradkarten: Wer sein Rad im Zug mitnehmen will, zahlt im Nahverkehr vom 1. Februar an sechs Mark, egal wie weit er fährt. Bisher war der Preis von der Entfernung abhängig.