Deutsche Bahn: Lokführer hat Verspätung - DER SPIEGEL
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Bahnpanne in Wiesbaden Sorry, der Lokführer ist nach Hause gegangen

Stundenlang mussten Fahrgäste eines ICE in Wiesbaden warten, weil kein Lokführer zur Verfügung stand. Denn die Ablösung saß in einem anderen Zug fest - und eine Weiterfahrt hätte gegen die Arbeitszeit-Regeln verstoßen.
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Wiesbaden - Kein Lokführer, keine Fahrt: Zweieinhalb Stunden lang haben ICE-Fahrgäste im Wiesbadener Hauptbahnhof ausharren müssen, bis sich ihr Zug wieder in Bewegung setzte. Der Grund: Der Lokführer habe Feierabend gehabt und seine Ablösung habe wegen der schweren Unwetter in einem anderen Zug festgesessen, bestätigte ein Bahn-Sprecher einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Der Lokführer sei am Dienstag nach Hause gegangen, da er nach dem Ende seiner Schicht nicht weiterfahren durfte. "Das ist aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt", sagte der Sprecher.

Ob die Fahrgäste darüber korrekt informiert worden seien, konnte er nicht sagen. Die Zeitung zitierte folgende Durchsage: "Wir sind abfahrbereit. Aber der Lokführer ist nach Hause gegangen." Der Zug war laut dem Sprecher bereits umgeleitet worden und hatte schon eineinhalb Stunden Verspätung, als er in Wiesbaden ankam.

Der Fall ähnelt einem weiteren Vorkommnis am gleichen Tag: Eine Reisende des ICE 1608, der den Berliner Hauptbahnhof um 16.16 Uhr verlassen sollte, berichtete, dass sie in Hamburg erst um kurz nach 23 Uhr eintraf - mit fünf Stunden Verspätung. Ihr Zug sei zu spät losgefahren, unter anderem, weil die Bahn der Durchsage zufolge auf Zugpersonal gewartet habe.

Dann habe der umgeleitete ICE zunächst lange in Magdeburg gestanden und sei in Hannover ausgesetzt worden. Als Grund habe eine Bahnmitarbeiterin gesagt, dass das Zugpersonal seit dem frühen Morgen im Einsatz sei und nicht mehr könne. Für die Fahrgäste hatte die Bahn Busse bereitgestellt, die nachts nach Hamburg fuhren.

sto/dpa

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