Eurowings: Flugbegleiter drohen mit Streik, Flugausfälle möglich - DER SPIEGEL
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Lufthansa-Billigtochter Eurowings-Flugbegleiter drohen mit Streik ab Montag

Kunden von Eurowings müssen sich ab Montag auf mögliche Flugausfälle und -verspätungen einstellen. Die Flugbegleiter der Lufthansa-Tochter drohen mit Streik innerhalb der kommenden zwei Wochen.
Eurowings-Maschine
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Eurowings-Maschine

Foto: Oliver Berg/ dpa
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Noch sind in mehreren Bundesländern Herbstferien - und doch drohen Eurowings-Mitarbeiter mit Streik. Ab Montag könnten die Flugbegleiter die Arbeit niederlegen. Das verkündete der Tarifvorstand der Flugbegleitergewerkschaft UFO, Nicoley Baublies, in einer Videobotschaft. In den dann folgenden zwei Wochen könnten jederzeit Arbeitskämpfe stattfinden. Konkretes werde die Gewerkschaft rechtzeitig verkünden, sagte Baublies.

Da die Spitze der Lufthansa-Billigtochter sich nicht auf eine Schlichtung einlassen wolle, bleibe der Gewerkschaft keine Wahl, als mit Arbeitskampfmaßnahmen ihre Forderungen durchzusetzen, teilte UFO mit . Für den Fall, dass die Unternehmensspitze nicht einlenke, werde UFO alle Mitglieder über einen unbefristeten Streik abstimmen lassen. An Weihnachten wolle die Gewerkschaft jedoch auf Arbeitskämpfe verzichten, sagte Baublies in der Videobotschaft.

Ufo hat der Eurowings-Spitze nach eigenen Angaben ein Forderungspaket für ihre Mitarbeiter überbracht. Es gehe darin um die Sicherheit der Arbeitsplätze, um eine arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersvorsorge und um die Beteiligung der Mitarbeiter am Erfolg des Konzerns. All dies führe aber "bestenfalls zum Anschluss der Eurowings-Mitarbeiter an die restlichen Mitarbeiter in den Flugbetrieben der Lufthansa", betonte Baublies.

Der Konflikt zwischen UFO und Eurowings schwelt bereits seit zwei Jahren. Da man sich nicht einigen konnte, brach UFO die Verhandlungen Ende September ab und droht seitdem mit Streik.

Bei der Eurowings stieß die Ankündigung auf Unverständnis. Ein Sprecher sagte in Köln, das Unternehmen stehe "jederzeit für Gespräche bereit". "Alle Beteiligten wissen, dass der Tarifkonflikt nicht über Arbeitskämpfe, sondern nur am Verhandlungstisch gelöst werden kann." Es werde versucht, die Auswirkungen des Streiks so gering wie möglich zu halten.

In der kommenden Woche will Eurowings zunächst die Verhandlungen mit der Gewerkschaft Ver.di für das Kabinenpersonal fortsetzen. Auch Ver.di hatte im September das Kabinenpersonal zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, einige Flüge fielen damals aus. Ver.di und Ufo ziehen im Kampf für bessere Arbeitsbedingungen für die Flugbegleiter bislang nicht an einem Strang. Der Eurowings-Sprecher betonte, Ziel seien einheitliche Regelungen mit beiden Gewerkschaften.

Eurowings betreibt 23 von bislang 90 Mittelstreckenjets der Lufthansa-Billigplattform. Das Personal wird nicht nach den Lufthansa-Tarifen bezahlt, sondern schlechter vergütet. Zum Kabinenpersonal gehören nach Unternehmensangaben 400 bis 450 Mitarbeiter.

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abl/dpa/Reuters