Expo-Zuschlag: Bahn AG darf "abzocken" - DER SPIEGEL
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Expo-Zuschlag Bahn AG darf "abzocken"

Dem umstrittenen Expo-Zuschlag für Bahnreisen nach Hannover in diesem Sommer steht nichts mehr im Wege: Sehr zum Unmut der Niedersachsen findet das Bundeskartellamt den Aufschlag "nachvollziehbar und akzeptabel".
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Hannover/Bonn - Der Aufpreis von sechs bis 24 Mark auf Fahrten mit dem ICE nach Hannover verstoße nicht gegen kartellrechtliche Auflagen, sagte der Sprecher des Bundeskartellamtes, Stefan Siebert, am Mittwoch in Bonn. Die niedersächsische Landesregierung kritisierte die Entscheidung der Behörde als "Abzockerei".

Die Bahn will den Zuschlag für alle ICE-Fahrten mit dem Ziel Hannover während der Weltausstellung erheben. Damit sollen die Reisenden zur Nutzung der preiswerteren Expo-Sonderzüge animiert werden. Voraussetzung für eine verbilligte Karte in den Sonderzügen ist aber eine Eintrittskarte zur Expo.

Der Sprecher des niedersächsischen Verkehrsministeriums, Oliver Stock, forderte die Bahn zur Rücknahme des Zuschlags auf: "Sie tut sich keinen Gefallen, wenn sie deutlich macht, dass sie ihre Fahrgäste abzockt, wo es geht."

Siebert sagte, der Zuschlag diskriminiere die Fahrgäste nach Hannover nicht, da er von allen verlangt werde. Vor dem Hintergrund des erwarteten Ansturms sei die Entscheidung der Bahn "nachvollziehbar und akzeptabel aus kartellrechtlicher Sicht".

Die Entscheidung des Bundeskartellamtes in dieser Frage ist endgültig. Am 8. Mai wollen Ministerpräsident Sigmar Gabriel und Verkehrsminister Peter Fischer (beide SPD) mit Bahnchef Hartmut Mehdorn aber noch einmal über den Hannover-Zuschlag diskutieren.